Vertrauen in Qualit?t "made in China"
Nach Informationen der Certification and Accreditation Administration of the Peoples Republic of China (CNCA) hat Ministerpräsident Li Keqiang am 18. März 2014 auf seinem Treffen mit dem neuseeländischen Premierminister John Key bestätigt, dass das von beiden Seiten unterzeichnete „Kooperationsabkommen zur Qualitätsprüfung von elektronischen und elektrischen Produkten“ (im Folgenden: chinesisch-neuseeländisches Abkommen) in vollem Umfang umgesetzt werden soll. Dieses chinesisch-neuseeländische Abkommen dient als Anlage zu dem 2008 bilateral unterzeichneten „Freihandelsabkommen zwischen China und Neuseeland“. Es stellt für China das erste Abkommen zur gegenseitigen Anerkennung von Beglaubigungen und Zertifizierungen im Rahmen der Freihandelszone dar. Weiterhin stellt es das erste bilaterale zwischenstaatliche Anerkennungsabkommen für Qualitätsprüfungen und -zertifizierungen dar, das China mit einer Industrienation geschlossen hat. Im Rahmen des chinesisch-neuseeländischen Abkommens haben bereits zwei chinesische Unternehmen, welche eine CCC-Zertifizierung besitzen, beantragt, auf den entsprechenden Produkten auch das passende neuseeländische Zertifizierungszeichen führen zu dürfen. Insgesamt sind damit bereits über 100 Produkte betroffen.
China ist der größte Handelspartner für Neuseeland. 2013 übertraf das bilaterale Handelsvolumen bereits 18 Milliarden NZ$. Zu den Produkten, die Neuseeland aus China importiert, gehören vor allem elektrische und elektronische Produkte wie elektrische Maschinen, Elektronik und audiovisuelle Ausstattung. Produkte „Made in China“ nehmen einen großen Anteil des neuseeländischen Marktes für elektrische und elektronische Produkte ein. In den bilateralen Gesprächen zur Freihandelszone zwischen China und Neuseeland nahmen die elektrischen und elektronischen Produkte als Handelsprodukte einen wichtigen Rang ein, daher haben beide Seiten die elektrischen und elektronischen Produkte und deren Bauteile als erste Produktgruppe für die Entwicklung der Handelskooperation und die gegenseitige Zertifizierung gewählt. In 14 Gesprächsrunden haben die Regierungen beider Länder dieses chinesisch-neuseeländische Abkommen ausgearbeitet.
Seit der Unterzeichnung des chinesisch-neuseeländischen Abkommens haben die entsprechenden Ministerien beider Seiten verschiedene Schritte eingeleitet, welche die zeitnahe Umsetzung des Abkommens bringen sollen. Die gegenseitige Zertifikation wird alle Produkte betreffen, welche in Überschneidung sowohl von der chinesischen CCC-Zertifizierungsstelle (verpflichtende Produktzertifizierung) als auch der neuseeländischen Zertifizierungsstelle eine Zertifizierung erhalten können. Sie betrifft alle elektrischen und elektronischen Produkte und deren Bauteile, die in einem der beiden Länder hergestellt oder zusammengesetzt werden und auf direktem Weg verschifft werden. Diese werden in die folgenden neun Kategorien unterteilt: Elektrische Kabel und Leitungen, elektrisches Zubehör, Elektrogeräte mit niedriger Spannung, Elektroschweißgeräte, elektrische Werkzeuge, Haushaltselektronik, audiovisuelle Produkte, Beleuchtungselektronik und Informationselektronik.
Durch dieses chinesisch-neuseeländische Abkommen können chinesische Unternehmen für den Export von elektrischen und elektronischen Produkten und deren Bauteilen aus den oben genannten neun Kategorien innerhalb Chinas eine CCC-Zertifizierung erhalten und diese dann in Neuseeland rechtlich anerkennen lassen. Damit wird eine separate neuseeländische Qualitätsprüfung und zusätzliche Kennzeichnung überflüssig. Umgekehrt erkennt auch China die Zertifizierungsergebnisse der neuseeländischen Behörden an, wenn Neuseeland elektrische und elektronische Produkte oder deren Bauteilen nach China exportiert. Wenn von neuseeländischer Seite eine Prüfung vorgenommen wurde, die den CCC-Standards entspricht, gilt diese neuseeländische Zertifizierung automatisch als einer CCC-Zertifizierung gleichwertig.
Durch das Abkommen müssen also Produkte, die in den Bereich der gegenseitigen Anerkennung der Zertifizierung fallen, nicht mehr doppelte Zertifizierungsschritte durchlaufen. Hierdurch werden große Kosten eingespart und Handels- und Zollprozesse deutlich beschleunigt. Damit bietet dieses Abkommen große Vorteile, sowohl für Unternehmen als auch Konsumenten in beiden Ländern. Die Umsetzung des neuen Abkommens vertieft die beiderseitigen Handelsbeziehungen und fördert die bilaterale Zusammenarbeit in vielen Bereichen, vor allem hinsichtlich der Marktaufsicht und der technologischen Forschung, und stellt damit einen weiteren Schritt zur tieferen Entwicklung der Freihandelszone dar. Gleichzeitig wird die Anerkennung der chinesischen CCC-Zertifizierung durch die Industrienation Neuseeland eine Vorbildfunktion haben, welche den Weg für weitere gegenseitige Zertifizierungsabkommen zwischen China und anderen Ländern und Regionen bereitet und die das Vertrauen der internationalen Gesellschaft in Qualität "made in China" stärkt.
(Quelle: CNCA))