ANSI-Ausschuss f?r Elektrofahrzeuge ver?ffentlicht neue Empfehlungen f?r Elektrofahrzeuge und Ladeinfrastruktur
Die US-amerikanische Normungsorganisation (ANSI) hat am 14. Mai 2013 die Veröffentlichung der vom ANSI-Ausschuss für Elektrofahrzeuge (EVSP) entwickelten Version 2. 0 der Normungs-Roadmap für Elektrofahrzeuge bekannt gegeben. Das Dokument, das als kostenloser Download zur Verfügung steht, illustriert den Fortschritt in Bezug auf die Umsetzung der Empfehlungen der im April 2012 veröffentlichten Version 1.0 des Fahrplans und zeigt weitere Bereiche auf, in denen es einen wahrgenommenen Bedarf an Normungsarbeit gibt, um den sicheren Masseneinsatz von Elektrofahrzeugen und Ladeinfrastruktur in den USA zu fördern.
Die Normungs-Roadmap wurde von Vertretern von mehr als 100 Einrichtungen des privaten und öffentlichen Sektors entwickelt und verfolgt das Ziel, die Koordination zwischen den an der Entwicklung von Normen für Elektrofahrzeuge beteiligten Parteien zu erhöhen. Dies gilt insbesondere für batteriebetriebe Elektroautos (sowohl rein batteriebetriebene Elektrofahrzeuge als auch Steckdosenhybride) als auch für die zu deren Unterstützung benötigte Infrastruktur. Die Publikation behandelt Fragestellungen, die wesentlich für die Akzeptanz von Elektrofahrzeugen durch die Verbraucher sind, wie z. B. Sicherheit, Leistung und Interoperabilität. Sie beschreibt die entsprechenden geltenden und in der Entwicklung befindlichen Normen, Gesetze und Bestimmungen sowie Lücken, in denen sich neue oder überarbeitete Normen als nützlich erweisen würden. Die Lücken werden mit den folgenden Prioritäten versehen: Bearbeitung in den nächsten zwei Jahren (kurzfristig), den nächsten zwei bis fünf Jahren (mittelfristig) oder in mehr als fünf Jahren (langfristig). Auf Normenentwicklungsorganisationen und andere Einrichtungen, die die Empfehlungen eventuell aufgreifen können, wird hingewiesen. Ferner werden Konformitäts- und Schulungsprogramme behandelt, die sich an Erbringer von Dienstleistungen für Elektrofahrzeuge und Elektrofahrzeuge-Infrastruktur richten.
Zu den wichtigsten Punkten der Überarbeitung zählen:
• das Schließen von vier Teillücken in Bezug auf Stromqualität, Ladezustand (Gleichspannung), Sicherheit von Versorgungsanlagen für Elektrofahrzeuge (EVSE) sowie Sicherheit von Steckverbindern für Elektrofahrzeuge. In diesen Bereichen dauerten die Arbeiten zur Veröffentlichung einer neuen Norm oder zur Überarbeitung einer existierenden Norm zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Originalfahrplans im letzten Jahr noch an und wurden nun fertiggestellt.
• die Identifizierung acht neuer Lücken in Bezug auf die Normungsarbeiten in den folgenden Bereichen: Fragen der elektromagnetischen Kompatibilität im Zusammenhang mit dem Aufladen von Elektrofahrzeugen, Funktionalität und Messcharakteristika von Unterzählern für Elektrofahrzeuge, einschließlich der in Versorgungsanlagen oder Elektrofahrzeuge eingebetteten Unterzähler, Koordination von Aktivitäten in Bezug auf Unterzähler für Elektrofahrzeuge, Internetsicherheit und Datenschutz, Telematik – Kommunikation im intelligenten Stromnetz, Restenergie, die in einem funktionsunfähigen wiederaufladbaren Energiespeichersystem verblieben ist, sowie Personalschulungen über Zulassungen für Aufladestationen und Programme an Akademien und Universitäten
• wesentliche Änderungen von fünfzehn Lücken, die in Version 1.0 des Fahrplans identifiziert wurden
• Hinweise zum Fortschritt in Bezug auf sämtlich offene Lücken, einschließlich der Lücken, für die neue Normungsaktivitäten als Reaktion auf Version 1.0 des Fahrplans in die Wege geleitet wurden
• ausführlicher verfasste Textpassagen in einigen Bereichen, insbesondere in den Abschnitten über das Infrastrukturnetz sowie in Anlage A „Akteure und Netze für das Aufladen von Elektrofahrzeugen“ sowie
• Informationen über einheimische und internationale Koordinierungsbemühungen seit Veröffentlichung des Originalfahrplans
Ferner wurde das Kompendium zum Fahrplan des ANSI-Ausschusses für Elektrofahrzeuge aktualisiert. Es handelt sich dabei um ein durchsuchbares Arbeitsblatt mit Normen, die sich auf die im Fahrplan identifizierten Fragestellungen beziehen.
„Im vergangenen Jahr hat ANSI den Normungs-Roadmap für Elektrofahrzeuge sowohl auf dem heimischen Markt als auch international stark vorangetrieben und dabei das Ziel verfolgt, einen kohärenten Satz an Normen zu erarbeiten, auf den sich der Elektromobilitätsmarkt in den nächsten Jahren stützen kann", so S. Joe Bhatia, Präsident und Geschäftsführer von ANSI. „Die in dieser Zeit vorangetriebene Weiterentwicklung des Fahrplans, die schließlich zu der nun vorliegenden neuen Fassung geführt hat, ist Beweis für das starke Engagement, das unter den beteiligten Akteuren des öffentlichen und privaten Sektors zu verzeichnen ist."
Kommentare und Anmerkungen zur Roadmap sind sehr willkommen und können an die folgende E-Mail-Adresse gerichtet werden: evsp@ansi.org.
Über den Normungsausschuss für Elektrofahrzeuge (EVSP)
Der ANSI-Ausschuss für Elektrofahrzeuge (EVSP) ist eine sektorübergreifende Koordinationsstelle, deren Ziel es ist, die Koordination und Zusammenarbeit in Bezug auf Normungsangelegenheiten zwischen den Beteiligten des öffentlichen und privaten Sektors zu fördern, um den sicheren Masseneinsatz von Elektrofahrzeugen und der dazugehörigen Infrastruktur in den USA mit internationaler Koordination, Anpassungsfähigkeit und Engagement zu fördern. Weitere Informationen über die Arbeit des EVSP finden Sie auf der Website www.ansi.org/evsp.
(Quelle: ANSI)