Erste nationale Norm zum Schutz von Lebensmitteln vor b?swilligen Eingriffen
Die von der Certification and Accreditation Administration of China (CNCA) entworfene nationale Norm „Food Defence Plan and its Application Guidelines - Food Processing Establishments“ ist geprüft und am 9. Dezember 2009 freigegeben worden. Der Prüfungsausschuss erklärte, dass die Norm, die die Lage der Lebensmittelerzeuger im Land berücksichtigt und auf die Branchenerfahrung anderer Länder zurückgreift, ein ergänzender Bestandteil des derzeitigen Normensystems für Lebensmittelsicherheit in China sei und den Schutz von Lebensmitteln gewährleisten solle. Es ist die erste nationale Norm zum Schutz von Lebensmitteln, die voraussichtlich 2010 offiziell als empfohlene nationale Norm veröffentlicht wird.
Nicht konventionelle Probleme der Lebensmittelsicherheit werden durch Erzeuger ohne Zulassung verursacht, die versuchen sich illegal zu bereichern, indem sie Produkte ihrer Mitbewerber absichtlich kontaminieren. Um diesen Problemen zu begegnen, hat die CNCA im Jahre 2007 damit begonnen, zur Unterstützung der Lebensmittelerzeuger einen verbesserten Lebensmittelschutzplan zu implementieren. Das National Hazard Analysis and Critical Control Point (HACCP)-Seminar beinhaltete auch eine Veranstaltung, auf der die entsprechenden Konzepte und ihre Anwendung auf die Lebensmittelsicherheit erörtert wurden. Die CNCA forderte die Eingangs- und Ausgangskontroll- sowie die Quarantänebehörden, die der AQSIQ direkt unterstellt sind, auf, das Bewusstsein der Lebensmittelexporteure für Lebensmittelsicherheit zu erhöhen und den Lebensmittelschutzplan einzuführen. Diese Behörden haben auch Schulungsmaterial zum Thema Lebensmittelschutz erstellt und verschiedene Lehrgänge angeboten. In 2008 nahmen 1.200 Inspektoren und Quarantänemitarbeiter sowie 9.300 Unternehmensvertreter aus dem Bereich Qualitätsmanagement an den Schulungen teil. Bis Oktober 2009 hatten über 6.000 Lebensmittelexporteure den Lebensmittelschutzplan eingeführt.
Die CNCA rief Fachleute zusammen, um die Norm im April 2008 zu formulieren. Dazu wurde eine Reihe von Seminaren abgehalten und Testunternehmen in Shandong, Hebei, Beijing und Shanghai angeworben. Die CNCA holte auch Kommentare und Vorschläge der Öffentlichkeit zur Modifizierung der Norm ein und bat um Stellungnahmen von Lebensmittelgiganten wie der Coca Cola Company, Nestle, Kraft Foods, Husi Food und der Huiyuan Juice Group. Im Oktober 2009 war die Formulierung der Norm beendet.
Die Norm hat zum Ziel, Lebensmittelerzeugern Richtlinien zur Verhinderung einer mutwilligen Sabotage und Kontaminierung von Lebensmitteln und ihrer Verarbeitung an die Hand zu geben. Sie enthält ebenfalls Hinweise, wie Maßnahmen und Vorgehensweisen verbessert werden können, um psychisch labile Mitarbeiter ausfindig zu machen und zu melden, um ihnen rechtzeitig psychologische Beratung angedeihen zu lassen, und das Augenmerk auf Mitarbeiter zu richten, die gemaßregelt, zurückgestuft oder entlassen wurden. Sie unterstreicht die Bedeutung der Einführung solider Verfahren für interne und externe Kommunikation und der Förderung einer harmonischen Unternehmenskultur. Unternehmen werden dazu aufgefordert, einen personenorientierten Ansatz zu verfolgen, um alle Faktoren auszuschließen, die zu einer mutwilligen Sabotage führen könnten. Die Norm gibt ferner Hinweise, wie absichtliche Verunreinigungen erkannt werden und wie Bewertungsverfahren für zugelassene Lieferanten eingerichtet werden können, um das Risiko einer mutwilligen Rohstoffkontaminierung zu mindern. Sie fordert zudem von den Unternehmen Maßnahmen, um eine absichtliche Kontaminierung bei der Lebensmittelverarbeitung zu verhindern und die entsprechenden Regierungsbehörden zu unterrichten, wenn sich herausstellt, dass Verunreinigungen im Produktionsverfahren stattgefunden haben.
(Quelle: AQSIQ)