Chinesische Normung zur Sicherheit von Gummi- und Kunststoffmaschinen
(2009-09-28, Quelle: CCME/MOFCOM) In der gegenwärtigen Situation der immer schnelleren Vereinheitlichung der globalen Wirtschaft, gehören technische Normen zu den wichtigsten Hilfsmitteln für die Konkurrenzfähigkeit in der internationalen Wirtschaft, Technik und Wissenschaft. Technikorientierte Handelsmaßnahmen mit dem Ziel der Normung als Hauptinhalt stellen eine neue Form der Sicherungsmöglichkeiten eigener Interessen im internationalen Handel dar, daher ist die Entwicklung von Normen ein wichtiges strategisches Ziel für die verschiedenen Länder und Regionen, um so die eigene Innovationsfähigkeit und Konkurrenzfähigkeit zu steigern. Nicht nur alle Regierungsebenen eines Landes müssen der Normung höchste Beachtung schenken, auch die Gesellschaft muss den Normen stetig wachsenden Respekt zeigen. Hinsichtlich der Regulierung des Markteintritts müssen die Sicherheitsnormen zu den strengsten der Normen gehören.
Die verpflichtende nationale Norm „Gummi- und Kunststoffmaschinen – Spritzgießmaschinen – Sicherheitsanforderungen“ wurde entsprechend den Anforderungen der Branche und unter Beachtung der durch die Standardization Administration of the People's Republic of China (SAC) herausgegebenen Vorschriften für Normen entwickelt. Die Norm bietet detaillierte Richtlinien für Sicherheitsvorkehrungen im Produktdesign, in der Produktion und der Produktprüfung und stellt dabei strenge Anforderungen. Das Anwendungsgebiet dieses Produktes ist sehr breit und es wird vor allem für die gefährlichsten Arten der Kunststoff verarbeitenden Prozesse verwendet. Durch die tatsächliche Umsetzung der Norm wird die Sicherheit von Kunststoff verarbeitenden Geräten in China stark angehoben und die durch zuvor mangelhafte Sicherheitsvorkehrungen bedingte Unfallrate stark gesenkt.
Am 20.11.2008 genehmigte SAC die Veröffentlichung der verpflichtenden nationalen Norm GB22530-2008 „Gummi- und Kunststoffmaschinen – Spritzgießmaschinen – Sicherheitsanforderungen“, die ab dem 01.11.2009 verpflichtend gelten wird. Diese Norm ist auf Grundlage der Europäischen Norm EN 201:1997 entwickelt worden und bietet Sicherheitsrichtlinien für die verschiedenen Gefahrenquellen bei Spritzgießmaschinen der Gummi- und Kunststoffindustrie, wie etwa maschinelle Gefahren und Gefahren durch Elektrizität und Hitzeentwicklung. Diese Norm erhöht die Sicherheitsanforderungen gegenüber der aktuell verwendeten chinesischen Norm JB/T7267-2004 „Spritzgießmaschinen der Kunststoffindustrie“ in hohem Maße. Daher werden Nachrüstungen hinsichtlich der Stromkreisläufe, der Metallplatten, der hydraulischen Anlagen und des Gesamtaufbaus der Konstruktion erforderlich werden, damit die Sicherheitsausstattung der inländischen Kunststoffmaschinen auf ein ausreichend hohes Niveau angehoben wird.
Gummi- und Kunststoffmaschinen müssen nationale Standards strikt einhalten
Die derzeit relevanten Normen für die Produktion von Gummi- und Kunststoffmaschinen können in die folgenden Gruppen eingeteilt werden:
Spezialisierte nationale Standards und Industrienormen
Derzeit gibt es in der Volksrepublik China 15 Normen für kombinierte Gummi- und Kunststoffmaschinen, darunter die Normen „Beschreibungsmethode für Modelbestimmungen für Gummi- und Kunststoffmaschinen“ (GB/T 12783-2000 Editorial Nominating Method for the Model Designation of Rubber and Plastics Machinery), „Luftdichte Schmelzgeräte für Gummi und Kunststoff“ (GB/T 9707-2000 Rubber and Plastics Internal Mixer) und „Kalanderwalzen für Gummi- und Kunststoff“ (GB/T 13578-1992 Rubber and Plastics Calender). Für spezielle Gummimaschinen gibt es 57 Normen, darunter die Normen „Bewertungsrichtlinien für die Lärmentwicklung von Gummimaschinen“ (HG/T 2108-1991), „Vulkanisiermaschinen für Reifen festgelegter Größen“ (GB/T 13579-1991) und „Vulkanisiermaschinen für flache Elemente“ (HG/T 2398-1992). Für spezielle Kunststoffmaschinen gibt es 59 Normen, darunter die Normen „Spritzgießmaschinen der Kunststoffindustrie“ (JB/T7267-2004 Plastic Injection Molding Machine) und „Brechmaschinen der Kunststoffindustrie“. Von diesen zählen 9 als nationale Standards, der Rest sind verfahrenstechnische Standards (Gummimaschinen) und maschinelle Standards (Kunststoffmaschinen).
Für die Produktion relevante nationale Standards und Industrienormen
Man kann diese entsprechend der verschiedenen Verwendungskategorien in 19 Hauptkategorien unterteilen, darunter verpflichtende nationale Normen für den Maschinenbau, grundlegende Anwendungsnormen für den Maschinenbau, sowie Normen zu Stichprobenprüfung, Verpackung für Lagerung und Transport, elektrischer Ausstattung, Verwaltung der Unternehmensstandardisierung und Umweltschutzanforderungen.
Für ein- und ausgehende Rohstoffe oder Erzeugnisse relevante nationale Standards und Industrienormen
Die Produktionsmittel und die grundlegenden Produktionsparameter, Funktionswerte und technologischen Anforderungen müssen übereinstimmen. Die Produktionseinheiten müssen nicht nur die technologischen Normen der verwendeten Produktionsmittel selbst verstehen, sondern auch die Inhalte der technologischen Normen der hergestellten Produkte. Gummi- und Kunststoffprodukte verwenden hinsichtlich ihrer Spezifikationen, grundlegenden Parameter, technologischen Anforderungen und Prüfmethoden weitgehend inhaltsgleiche technologische Normen. Produktionsmittelherstellende Unternehmen müssen entsprechend der besonderen Anforderungen ihrer Produkte die entsprechenden Normen für diese verstehen. Dies ist ins besondere der Fall für Unternehmen, die Testgeräte und Prüfmaterialien herstellen, da diese auch die Normen der entsprechenden Prüfprozesse in vollem Maße verstehen müssen.
Werksnormen
Wenn es für die von einem Unternehmen hergestellten Produkte noch keine nationalen Normen oder Industriestandards gibt, müssen viele Fragen geklärt werden, die durch die fehlende Normung der Produktion entstehen. In solchen Fällen müssen die Unternehmen eigene Produktnormen einführen, die als Grundlage für alle Produkte des Unternehmens genommen werden. Diese Werksnormen müssen der für Normung zuständigen Abteilung der regionalen Vertretung der Staatsregierung mitgeteilt werden, damit sichergestellt wird, dass die Produktion rechtmäßig und entsprechend gesetzlicher Vorschriften stattfindet. Wenn bereits nationale Normen und Industriestandards existieren, sollte die Regierung die Unternehmen dazu anhalten, Werksnormen zu entwickeln, die sich an den nationalen Normen und Industriestandards orientieren und alle in diesen vorgegebenen Richtlinien strikter als durch die Grundforderungen bestimmt durchsetzen.
Für gewöhnlich werden für den internationalen Handel die Internationalen Standards (ISO) als vertraglich festgelegte technologische Anforderung verwendet, wodurch die Bedeutung internationaler Standards gezeigt wird. Die chinesischen Sicherheitsbestimmungen für Maschinen entsprechen in den Grundlagen weitgehend dem durch ISO verlangten Niveau. Jedes produzierende Unternehmen muss also nur die in China bereits verwendeten Sicherheitsbestimmungen für Maschinen des Typ A und des Typ B erfüllen, und erfüllt damit auch automatisch die für den internationalen Handel geforderten grundlegenden Sicherheitsanforderungen.
Die Importländer werden meist von sich aus nachfragen, nach welchen Normen die exportierten Produkte zertifiziert sind oder konkrete Forderungen stellen, welche Standards eingehalten werden müssen. Diese Forderungen können die Überprüfung und Bestätigung der von den zu exportierenden Produkten verwendeten Normen bedeuten, oder vom Importeur verlangen, dass dieser selbsttätig den Nachweis erbringt, dass die Produkte den relevanten Normen des Importlandes entsprechen. Als Beispiel: Für Produkte, die in die Europäische Union importiert werden sollen, wird die Einhaltung der entsprechenden europäischen Bestimmungen und Normen als Voraussetzung für den Markteintritt